Leseprobe Auf dem kleinen Teich hinterm Haus tanzen Sonnenkringel.
Schilf wächst darin und eine Seerose, die ihre Blüte geöffnet
hat. Unter der Wasseroberfläche schimmert es rotgolden, das kommt
von den Goldfischen. Der Teich hat eine magische Anziehungskraft auf
das Kind. Es setzt sich an den Rand und taucht einen nackten Zeh in
das Wasser. Es beugt sich ein klein wenig nach vorn. Sein Spiegelbild
lacht ihm entgegen, ein Kindergesicht mit dunklen Haaren, verzerrt
durch kleine Wellen und flirrendes Licht. Es will das Gesicht streicheln
und taucht die Hand ins Wasser. Die Wasserfläche teilt sich und
zerstört das Gesicht, schwimmt in Bruchstücken auf der welligen
Oberfläche. Als das Kind die Hand wieder herauszieht, zittern
Wasserperlen an seinen Fingerspitzen und das Gesicht fügt sich
langsam wieder zu einem Ganzen zusammen. |
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